Wir müssen in der Schweiz heute darüber nachdenken, wie wir morgen in Würde alt werden können.

Interview

«Es braucht Spielraum statt starrer Leistungskataloge»

Die Allianz für gute Betreuung hat im Zusammenhang mit den ELG-Änderungen eine Eingabe an den Kanton Bern erarbeitet. Sie zeigt, worauf bei der Umsetzung der Betreuungspauschale zu achten ist und wie der Prozess für künftige Beziehende idealerweise aussehen könnte. Julien Neruda, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Bern und Vertreter der Allianz, ordnet im Kurzinterview ein, worum es geht.

Paul Schiller Stiftung

Überarbeitetes Abklärungsinstrument per Ende 2026

Basierend auf der Evaluation mit Zürcher Gemeinden, Anbietern und Beziehenden sowie mit Blick auf die Umsetzung der ELG-Betreuungspauschale publizieren wir im Dezember 2026 die Version 2.0 unseres Abklärungsinstruments für psychosoziale Betreuung.

Politik

Die ELG-Änderungen treten definitiv per 1. Januar 2028 in Kraft

Am 26. August 2026 hat der Bundesrat die Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV angepasst und anteilsmässige Vergütung der Leistungen für Hilfe und Betreuung zu Hause geregelt. Damit treten die ELG-Änderungen definitiv per 1. Januar 2028 in Kraft. Mit der Betreuungspauschale kann die Selbstbestimmung gestärkt und verfrühte Heimeintritte können verhindert werden.

Politik

Ergänzungsleistungen 2025: Alter und Wohnsituation prägen den Bedarf

Die Statistik des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Ergänzungsleistungen 2025 zeigt: Fast zwei Drittel der EL-Beziehenden sind AHV-Rentnerinnen und -Rentner. Besonders das hohe Alter und der Eintritt in ein Heim erhöhen das Risiko, auf Ergänzungsleistungen angewiesen zu sein. Ein Befund, der im Hinblick auf die Betreuungspauschale im Rahmen der ELG-Änderungen per 2028 relevant ist.

Politik

Umsetzung ELG-Änderung: Material für Akteure in kantonalen Diskussionen

In den nächsten Monaten wird die Umsetzung der EL-Betreuungspauschale in den Kantonen aufgegleist. Wir haben in unserem Diskussionsbeitrag Erfahrungen und vorhandenes Wissen zusammengestellt, das sich dazu nutzen lässt. Ergänzend finden sich hier weitere Impulse, um den Dialog in den Kantonen für eine gute Umsetzung zu unterstützen – immer mit Blick auf den Bedarf und die Bedürfnisse der älteren Menschen.

Weitere Themen

Wie die psychosoziale Betreuung älterer Menschen auf allen Ebenen gestärkt werden kann

Leitfaden für Altersinstitutionen

Ein ausführlicher Leitfaden der Paul Schiller Stiftung und von ARTISET sowie ihrem Branchenverband CURAVIVA zeigt auf, wie Betreuung in Altersinstitutionen realisiert werden kann: mit einem ganzheitlichen Altersbild, mit Kreativität und Fokus auf Individuelles, mit einer klaren strategischen Verpflichtung, einer fördernden Haltung sämtlicher Mitarbeitenden und sozialer Fachkompetenz auf allen Hierarchiestufen.

Studie

Doppelstudie zu Bedürfnissen und Kosten der Demenzversorgung in der Schweiz

Alzheimer Schweiz führt gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zwei nationale Studien durch. In der 1. Studie geht es um eine Bedürfnisanalyse, die Versorgungslücken aufgezeigen soll, damit Angebote weiterentwickelt werden können. Die 2. Studie ist eine Analyse der direkten und indirekten Demenzkosten, aus der politische Forderungen zur Versorgung und Finanzierung abgeleitet werden.

Im Kern beider Studien steht eine Angehörigenbefragung. Pflegen oder betreuen Sie aktuell eine Person mit Demenz? Dann nehmen Sie an der Studie teil und tragen Sie zu wertvollen Erkenntnissen bei!

Politik

ELG-Änderungen für Hilfe und Betreuung: Wie sieht eine wirkungsvolle Umsetzung aus?

Ab dem 1. Januar 2028 können Menschen, die Ergänzungsleistungen beziehen, zusätzliche finanzielle Unterstützung beanspruchen, wenn sie Bedarf an Hilfe und Betreuung haben. Die Finanzierung soll über eine monatliche Pauschale erfolgen. Für die Umsetzung hat das eidgenössische Parlament nur Eckpfeiler festgelegt – die konkrete Ausgestaltung obliegt den Kantonen. Ziel der Anpassung des Ergänzungsleistungsgesetzes (ELG) ist, die Selbstbestimmung der Menschen zu stärken und verfrühte Heimeintritte zu verhindern. Wie können die Kantone die Umsetzung realisieren, um die gewünschte Wirkung auch wirklich zu erreichen?

Rückblick Forum

Betreuung im Alter wirkungsvoll umsetzen – im Rahmen der neuen Finanzierung über Ergänzungsleistungen und darüber hinaus

Rund 140 Altersverantwortliche und weitere Interessierte aus der ganzen Schweiz haben am 17. Juni 2026 in Bern die Frage vertieft, wie Betreuung im Alter wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Die Diskussionen machten deutlich: Teil einer Gemeinschaft zu sein, sich einbringen zu können, einen sinnstiftenden Alltag zu haben, Interessen und Hobbies nachzugehen, ist kein «Bonus», sondern gehört zum Kern eines guten Lebens – auch im Alter. Die anstehende kantonale Umsetzung der ELG-Betreuungspauschale bietet die Chance, dieses präventive Potenzial der Betreuung mehr Menschen zugänglich zu machen.

Praxis

Nationale Opferhilfe-Nummer 142: erweitertes Unterstützungsangebot für ältere Gewaltbetroffene

Mit der Einführung der nationalen Opferhilfe-Nummer 142 steht Gewaltopfern ein rund um die Uhr erreichbares Unterstützungsangebot in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Ältere Menschen, insbesondere betagte Personen und deren Umfeld erhalten damit eine weitere Möglichkeit, sich in Gewaltsituationen im privaten oder öffentlichen Raum an eine vertrauenswürdige Stelle zu wenden, die in Krisen interveniert und eine Basisberatung anbietet.

Politik

Gewalt im Alter vorbeugen: Bund startet Impulsprogramm mit Fokus Betreuung

Der Bund startet in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Umsetzung des Impulsprogramms zur Prävention von Gewalt im Alter mit Fokus auf Betreuung. Bis 2030 wird er dieses gemeinsam mit Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Altersorganisationen vorantreiben. Im Zentrum stehen vier Handlungsfelder: Austausch und Koordination, Wissensvermittlung und Sensibilisierung, Weiterentwicklung bedarfsgerechter Angebote sowie Grundlagen- und Strategiearbeit. Das Thema «Betreuung im Alter» wird ab 2028 noch stärker in den Fokus rücken.

Warum sich Investitionen in eine psychosoziale Betreuung im Alter lohnen – eine systemische Betrachtung

Die präventive Wirkung guter Betreuung im Alter

Die Stärkung der psychosozialen Betreuung hat eine positive Wirkung auf ältere Menschen, ihre ganzheitliche Gesundheit sowie auf ihr direktes Umfeld und die Gesellschaft. Sie ermöglicht ein Altern in Würde. Diese Überzeugung treibt das Engagement der Paul Schiller Stiftung für gute Betreuung im Alter seit fast einem Jahrzehnt an. Prof. Dr. Martin Hafen formuliert diese Argumentationskette systemtheoretisch aus – und erläutert, wie psychosoziale Betreuung ihre präventive Wirkung entfaltet.

Ein innovatives Arbeitsfeld für die Betreuung im Alter

Mobile Altersarbeit in der Schweiz

Die mobile Altersarbeit ist ein wichtiger Schlüssel zur guten Betreuung für alle. Sie erreicht Menschen dort, wo sie sich im Alltag aufhalten, und unterstützt sie dabei, ihren Bedarf an Betreuung zu erkennen. Zudem erleichtert sie den Zugang zu Betreuungsangeboten in einer Art und Weise, die guter Betreuung entspricht. Das innovative Arbeitsfeld wird systematisch dargestellt und sein grosses Potenzial damit deutlich.