Wir müssen in der Schweiz heute darüber nachdenken, wie wir morgen in Würde alt werden können.

Rückblick Forum

Betreuung im Alter wirkungsvoll umsetzen – im Rahmen der neuen Finanzierung über Ergänzungsleistungen und darüber hinaus

Rund 140 Altersverantwortliche und weitere Interessierte aus der ganzen Schweiz haben am 17. Juni 2026 in Bern die Frage vertieft, wie Betreuung im Alter wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Die Diskussionen machten deutlich: Teil einer Gemeinschaft zu sein, sich einbringen zu können, einen sinnstiftenden Alltag zu haben, Interessen und Hobbies nachzugehen, ist kein «Bonus», sondern gehört zum Kern eines guten Lebens – auch im Alter. Die anstehende kantonale Umsetzung der ELG-Betreuungspauschale bietet die Chance, dieses präventive Potenzial der Betreuung mehr Menschen zugänglich zu machen.

Politik

ELG-Änderungen für Hilfe und Betreuung: Wie sieht eine wirkungsvolle Umsetzung aus?

Ab dem 1. Januar 2028 können Menschen, die Ergänzungsleistungen beziehen, zusätzliche finanzielle Unterstützung beanspruchen, wenn sie Bedarf an Hilfe und Betreuung haben. Die Finanzierung soll über eine monatliche Pauschale erfolgen. Für die Umsetzung hat das eidgenössische Parlament nur Eckpfeiler festgelegt – die konkrete Ausgestaltung obliegt den Kantonen. Ziel der Anpassung des Ergänzungsleistungsgesetzes (ELG) ist, die Selbstbestimmung der Menschen zu stärken und verfrühte Heimeintritte zu verhindern. Wie können die Kantone die Umsetzung realisieren, um die gewünschte Wirkung auch wirklich zu erreichen?

Politik

Umsetzung ELG-Änderung: Material für Akteure in kantonalen Diskussionen

In den nächsten Monaten wird die Umsetzung der EL-Betreuungspauschale in den Kantonen aufgegleist. Wir haben in unserem Diskussionsbeitrag Erfahrungen und vorhandenes Wissen zusammengestellt, das sich dazu nutzen lässt. Ergänzend dazu finden sich hier weitere Impulse, um den Dialog in den Kantonen für eine gute Umsetzung zu unterstützen – immer mit Blick auf den Bedarf und die Bedürfnisse der älteren Menschen.

Paul Schiller Stiftung

Neu auch auf LinkedIn: Jetzt unserem Kanal folgen für Impulse zu guter Betreuung

Die tolle Dynamik rund ums Thema Gute Betreuung im Alter lebt vom Dialog, Austausch, Zusammenarbeit und neuen Ideen. Deshalb ist die Paul Schiller Stiftung neu auch auf LinkedIn präsent und teilt:

✔ Impulse zu guter Betreuung
✔ Hinweise auf spannende Entwicklungen in Politik, Praxis und Forschung
✔ Einblicke in Veranstaltungen – online und offline
✔ Infos zu neuen Studien und Publikationen

Folgen Sie uns, wenn Sie am Dialog über gute Betreuung im Alter in der Schweiz teilhaben möchten.

Studie

Doppelstudie zu Bedürfnissen und Kosten der Demenzversorgung in der Schweiz

Alzheimer Schweiz führt gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zwei nationale Studien durch. In der 1. Studie geht es um eine Bedürfnisanalyse, die Versorgungslücken aufgezeigen soll, damit Angebote weiterentwickelt werden können. Die 2. Studie ist eine Analyse der direkten und indirekten Demenzkosten, aus der politische Forderungen zur Versorgung und Finanzierung abgeleitet werden.

Im Kern beider Studien steht eine Angehörigenbefragung. Pflegen oder betreuen Sie aktuell eine Person mit Demenz? Dann nehmen Sie an der Studie teil und tragen Sie zu wertvollen Erkenntnissen bei!

Weitere Themen

Praxis

Nationale Opferhilfe-Nummer 142: erweitertes Unterstützungsangebot für ältere Gewaltbetroffene

Mit der Einführung der nationalen Opferhilfe-Nummer 142 steht Gewaltopfern ein rund um die Uhr erreichbares Unterstützungsangebot in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Ältere Menschen, insbesondere betagte Personen und deren Umfeld erhalten damit eine weitere Möglichkeit, sich in Gewaltsituationen im privaten oder öffentlichen Raum an eine vertrauenswürdige Stelle zu wenden, die in Krisen interveniert und eine Basisberatung anbietet.

Politik

Kanton Neuenburg verankert Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität älterer Menschen

Während auf nationaler Ebene am 14. Juni die Abstimmung über die 10-Millionen-Schweiz im Vordergrund stand, fand im Kanton Neuenburg eine alterspolitisch wegweisende Abstimmung statt. Die Kantonsverfassung wurde ergänzt mit einer Bestimmung für ältere Menschen, der das Volk mit über 80% zustimmte.

Wie die psychosoziale Betreuung älterer Menschen auf allen Ebenen gestärkt werden kann

Leitfaden für Altersinstitutionen

Ein ausführlicher Leitfaden der Paul Schiller Stiftung und von ARTISET sowie ihrem Branchenverband CURAVIVA zeigt auf, wie Betreuung in Altersinstitutionen realisiert werden kann: mit einem ganzheitlichen Altersbild, mit Kreativität und Fokus auf Individuelles, mit einer klaren strategischen Verpflichtung, einer fördernden Haltung sämtlicher Mitarbeitenden und sozialer Fachkompetenz auf allen Hierarchiestufen.

Politik

Gewalt im Alter vorbeugen: Bund startet Impulsprogramm mit Fokus Betreuung

Der Bund startet in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Umsetzung des Impulsprogramms zur Prävention von Gewalt im Alter mit Fokus auf Betreuung. Bis 2030 wird er dieses gemeinsam mit Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Altersorganisationen vorantreiben. Im Zentrum stehen vier Handlungsfelder: Austausch und Koordination, Wissensvermittlung und Sensibilisierung, Weiterentwicklung bedarfsgerechter Angebote sowie Grundlagen- und Strategiearbeit. Das Thema «Betreuung im Alter» wird ab 2028 noch stärker in den Fokus rücken.

Rückblick

Live-Talk zur wirkungsvollen Umsetzung der neuen Betreuungspauschale im ELG

Bis am 1. Januar 2028 müssen die Kantone die vom Bund beschlossene Pauschale für EL-Beziehende mit Betreuungsbedarf umsetzen. Was können die Kantone und die weiteren Akteure im Altersbereich tun, damit die Umsetzung so gelingt, dass die Ziele erreicht werden: die Selbstbestimmung der älteren Menschen stärken und Heimeintritte verzögern oder verhindern. Der Live-Talk vom 17. März 2026 lieferte Gedankenanstösse und praktische Informationen.

Übersicht nationale Politik

Politlandschaft

Die Politlandschaft wird vierteljährlich jeweils nach der Session der eidgenössischen Räte aktualisiert. Nach der grafischen Übersicht auf der ersten Seite folgt eine kurze Einordnung der Geschäfte aus Sicht der guten Betreuung im Alter sowie Informationen zum aktuellen Stand der Beratungen und Prozesse.

Warum sich Investitionen in eine psychosoziale Betreuung im Alter lohnen – eine systemische Betrachtung

Die präventive Wirkung guter Betreuung im Alter

Die Stärkung der psychosozialen Betreuung hat eine positive Wirkung auf ältere Menschen, ihre ganzheitliche Gesundheit sowie auf ihr direktes Umfeld und die Gesellschaft. Sie ermöglicht ein Altern in Würde. Diese Überzeugung treibt das Engagement der Paul Schiller Stiftung für gute Betreuung im Alter seit fast einem Jahrzehnt an. Prof. Dr. Martin Hafen formuliert diese Argumentationskette systemtheoretisch aus – und erläutert, wie psychosoziale Betreuung ihre präventive Wirkung entfaltet.

Ein innovatives Arbeitsfeld für die Betreuung im Alter

Mobile Altersarbeit in der Schweiz

Die mobile Altersarbeit ist ein wichtiger Schlüssel zur guten Betreuung für alle. Sie erreicht Menschen dort, wo sie sich im Alltag aufhalten, und unterstützt sie dabei, ihren Bedarf an Betreuung zu erkennen. Zudem erleichtert sie den Zugang zu Betreuungsangeboten in einer Art und Weise, die guter Betreuung entspricht. Das innovative Arbeitsfeld wird systematisch dargestellt und sein grosses Potenzial damit deutlich.